IHHT: Einsatz & Kontraindikationen

Nervensystem


  • Verringerung chronischer Müdigkeit nach Infektionserkrankungen (z.B. EBV, Post-COVID) oder infolge von Stressbelastung
  • Verbesserung neuro-autonomer Dysbalance

 

Herz-Kreislaufsystem

 

  • Reduktion bestimmter Formen von Bluthochdruck
  • Durchblutungsregulation

 

Stoffwechselsystem


  • Unterstützung des Glucosestoffwechsels

Verdauungssystem


  • Regulation funktioneller Störungen der Magen- und Darmtätigkeit


Atmungssystem


  • Beeinflussung des Atemmusters


Muskel-Skelettsystem 


  • Schmerzlinderung bestimmter Formen chronischer Muskel- und Bindegewebsbeschwerden


Sicherheit



Kontraindikationen in meiner Praxis


Kardiovaskulär


  • Akutes Koronarsyndrom oder Myokardinfarkt in den letzten 3–6 Monaten, instabile Angina pectoris
  • Dekompensierte Herzinsuffizienz (NYHA IV), höhergradige unbehandelte Aortenstenose
  • Unkontrollierte Arrhythmien, symptomatische Bradykardie, Long-QT-Syndrom
  • Schwere pulmonale Hypertonie
  • Unkontrollierte arterielle Hypertonie (> 180/110 mmHg)


Pulmonal


  • Respiratorische Insuffizienz, Ruhe-SpO₂ < 92 %, sauerstoffpflichtige COPD
  • Akute Lungenembolie, akute Infekte der Atemwege


Neurologisch


  • Schlaganfall oder TIA in den letzten 3–6 Monaten, Karotisstenose > 70 %
  • Unkontrollierte Epilepsie – Hypoxie senkt die Krampfschwelle
  • Erhöhter intrakranieller Druck


Sonstige


  • Proliferative diabetische Retinopathie, Makuladegeneration in Behandlung, Z. n. Netzhautablösung
  • Aktive maligne Erkrankung
  • Schwangerschaft
  • Schwere Anämie (Hb < 8 g/dl)
  • Akute Infektion oder Fieber, akute Thrombose



Relative Kontraindikationen – Protokolle werden ärztlich angepasst


  • Unbehandelte Schlafapnoe: Hier besteht nachts bereits chronisch-intermittierende Hypoxie mit gegenteiligem Effekt
  • Pulmonale Vorerkrankungen mit eingeschränkter Diffusion
  • Migräne mit Aura, da Hypoxie Attacken triggern kann
  • Autonome Neuropathie: unvorhersehbare Kreislaufreaktion
  • Hyperthyreose, Nebenniereninsuffizienz               
  • Niereninsuffizienz mit einer GFR <45ml/min
  • Medikamente: Betablocker (dämpfen die Gegenregulation), Amiodaron, Carboanhydrasehemmer, Sedativa oder Opiate (Atemantrieb)